Die Business Class von Cathay Pacific

Heute gibt es mal wieder einen Beitrag aus der Kategorie Fliegen. Seit einiger Zeit war klar, dass die halbjährlich Meetings der SC59D in Sydney, Australien stattfinden sollten, doch je näher diese kamen, desto mehr wuchsen die Zweifel. Da waren zuerst die verheerenden Buschbrände in der Gegend, dann schlug Ende Januar Corona zu und die halbe Welt verfällt in Panik. 

Unser gebuchte Flug sollte über Hongkong gehen, also müsste sichergestellt werden, dass es einreisetechnisch keine Probleme gibt. Zwar lässt Australien keine Menschen mehr rein, die in den letzten 14 Tage in Mainland China waren, Hongkong stellte sich als kein Problem heraus. Auch seitens meines Arbeitgebers gab es keine Einschränkungen für solche Reisen, so dass es dann am Dienstag losgehen konnte. 

Der Checkin

Der Online Check-In bei Cathay war ein Krampf. Die Seite hing mehrere Male, hatte schon eingegeben Daten vergessen und ähnliches. Da der erste Flug mit Lufthansa ging, konnte man für alles auch bei Lufthansa einchecken, was problemlos verlief.

Der erste Flug ging dann von Tegel nach Frankfurt, auch in der Business Class, aber die ist ja keine echte Business Class, sondern hier bleibt nur der Mittelplatz frei. Neben mir saß nebenbei bemerkt Fredi Bobic.

Frankfurt – Hongkong

Der Flug von Frankfurt nach Hongkong erfolgte in einer Boeing 777-300ER. Die Business Class ist hier in der typischen Hering-Bone Anordnung ausgelegt, so dass jeder Platz direkten Zugang zum Gang hat. Jeder Platz hat einen ausklappbaren Monitor, der auch beim Taxiing und bei Start und Landung ausgeklappt bleiben darf. Neben dem Sitz ist ein Fach, in dem sich die Kopfhörer, das Amenity Kit sowie ein Flasche Wasser befinden. Des Weiteren befinden sich eine USB-Buchse sowie ein Stromanschluss an jedem Platz, so dass man sein Smartphone aufladen oder auch an einem Laptop arbeiten kann, ohne auf den Akkustand achten zu müssen.

Direkt nach dem Einsteigen kann man zwischen Wasser, Saft oder Champagner wählen und die Menükarten wird einem gereicht. Ansonsten gibt es noch ein Kissen, sowie eine Tasche, in dem nicht nur eine Decke enthalten ist, sondern auch noch eine Auflage, die man auf dem Sitz legen kann und eine Art Matratze ist. Der Sitz lässt sich zu einer komplett flachen Liege herunterfahren, wie es heute Standard in der Business Class ist.

Das Entertainment Programm lässt kaum Wünsche offen. Von aktuellen Kinofilmen über Klassiker bis hin zu Hongkong Martial Art Filmen gibt es es hier alles. Man  kann sich auch den ganzen Flug nur mit Kinoreihen wie James Bond, Star Wars oder unzähligen Marvel-Verfilmungen vertreiben. Weiteres Plus: Fast alle Filme sind neben Englisch auch auf Deutsch vorhanden, dazu kommen noch einige andere Sprache wie Chinesisch, Japanisch und andere. Einzig negativ ist, dass der Touch Screen doch manchmal sehr schwerfällig reagiert.

Mahlzeiten 

Für die erste Mahlzeit wählte ich nur die Hauptspeise, den Salat vorher oder den Fisch wollte ich aus diversen Gründen nicht essen. Als Hauptspeise wählte ich den Burger mit Pommes, der richtig lecker war. Dazu ließ ich mir ein Bier kommen. Die Marke Betsy wird extra für Cathay Pacific gebraut und erinnert an das erste Flugzeug dieser Fluglinie, eine DC-3, die auf den Namen Betsy getauft wurde. Ein Pale Ale über den Wolken schmeckt weitaus besser als irgendein normales Lager oder Pils. Einen Nachspeise bekam ich nicht mehr, da ich nach dem Genuss des Burgers eingeschlafen war und man mich nicht wecken wollte, was absolut okay ist.

Zum Frühstück bestellte ich mir ein Western Style Frühstück, was aus einem mit Pilzen gefüllten Omelett, 2 Würstchen und Bratkartoffeln sowie Früchten und 2 warmen Teigwaren (eines gefüllt mit Apfel sowie ein Croissant) bestand.  Kurz danach setzten wir auch schon zur Landung an und stiegen in Hongkong aus.

In Hongkong hatten wir gut eineinhalb Stunden bis zum zweiten Flug Zeit. Wir gingen nach einer Sicherheitskontrolle und einmal Fiebermessen in die Cathay Lounge, die extrem leer war. Zum einen könnte dies der Uhrzeit geschuldet ein, zum anderen aber auch dem Corona-Virus. Cathay leidet sehr darunter und hat einen Großteil seiner Flotte auf dem Flughafen geparkt.

Hongkong – Sydney

Die letzte Etappe sollte uns nach Sydney bringen. Diesmal flogen wir mit einem Airbus A330-300, der in der Business die gleiche 1-2-1 Auslegung wie die Boeing 777 hat. Dass der Airbus ein paat Zentimeter schmaler ist, merkt man daran, dass das Staufach um einiges kleiner ist. Ansonsten ist es ähnlich wie oben schon beschrieben. Das In-flight Entertainment ist in etwa das gleiche, allerdings empfand ich die Monitore im Airbus besser, zum einen was das Bild angeht, das deutlich schärfer war und zum anderen die Reaktion auf Berührung und Eingaben.

Zum Essen gab es wieder ein Frühstück, welches ähnlich dem vorherigen war. Danach schaute ich ein paar Filme und schlief noch etwas. Knapp 2 Stunden vor der Landung wurde das zweite Essen seviert. Als Starter nahm ich die Kartoffel-Lauch-Suppe, die wirklich gut war. Einziger Wermutstropfen: das Brötchen wurde nicht sofort gebracht, sondern erst, als alle anderen ihren Starte bekommen hatten. Da ich mit der Suppe schon fertig war, kam das also zu spät. Hier kann noch optimiert werden. Als Hauptspeise wählte ich das Rinderfilet, welches wirklich gut war. Nachspeise habe ich wieder keine genommen, ich war schon nach den beiden Gängen satt.

Überpünktlich landeten wir dann in Sydney und verließen das Flugzeug.

Fazit:

Alles in allem ist Cathay auf Routen Richtung Asien bzw. Australien auf jeden Fall zu empfehlen. Zwar gibt es in Details noch Verbesserungspotenzial, aber das Niveau ist schon sehr sehr hoch. Gerade was das Essen angeht habe ich bisher kaum besseres erlebt.

Es bleibt zu hoffen, dass Cathay die Corona-Krise gut übersteht, da gerade sie massiv darunter leiden und etwa 2/3 ihrer Flotte im Augenblick auf dem Boden bleibt, da viele Flüge wegen mangelnder Passagierzahlen gestrichen werden müssen.

 

Und hier noch ein paar Eindrücke:

Der Sitzplatz in der 777

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Der Sitzplatz in der 777

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