La Graciosa

La Graciosa

Und schon wieder ein Beitrag, den ich aus Bildern und Erlebnissen unseres ersten Lanzarote-Aufenthalts erstelle.

Diesmal geht es nach La Graciosa, der seit letztem Jahr offiziell achten Kanareninsel.

 

Die mit gerade einmal 29 km² kleinste bewohnte Insel der Kanaren wartet mit einsamen Stränden und einer genialen Gelassenheit auf ihre Besucher. Dabei ist es gar nicht so schwer dorthin zu gelangen. Die LZ1 kennt man ja schon aus anderen Beiträgen von mir. Folgt man dieser bis ganz in den Norden Lanzarotes, so erwartet einem das kleine Fischerdorf Orzola. Von dort kann man fast im Halbstundentakt nach Caleta del Sebo mit der Fähre übersetzen. Parkplätze für das Auto gibt es auch, es empfiehlt sich nicht direkt am Hafen zu parken, da man dort nur drei Stunden kostenlos parken kann. In der Nähe findet man trotzdem kostenlose Parkmöglichkeiten, wenn man sagt, dass man mit der Fähre nach La Graciosa fährt.

Dabei gibt es zwei verschiedene Fähranbieter, zum einen ist das die von uns genutzte Fähre von Biosfera Express, zum anderen die Fähren von Lineas Romero. Beide Betreiber fahren versetzt im Stundentakt, so dass man etwa jede halbe Stunde losfahren kann. Die Kosten sind für beide gleich: die einfache  Fahrt kostet 11 €, Hin- und Rückfahrt kosten zusammen 20 €.

Die Überfahrt dauert rund 25 Minuten und ist zu mindestens am Anfang doch sehr rau gewesen. Ich hatte jedenfalls nicht mit so viel Seegang gerechnet. Nach der Einfahrt in den Rio, wie die Meerenge zwischen Lanzarote und La Graciosa genannt wird, wir der Seegang spürbar weniger und man kann den ersten Ausblick auf die Insel genießen.

Angekommen im Hafen haben wir erst einmal Caleta del Sebo zu Fuß erkundet. Da es hier keine befestigten Straßen gibt, wirkt das ganze doch recht seltsam. Es gibt wenig Autos, dafür recht viele Fahrradverleihe. Ich habe auf Anhieb drei gezählt, was für einen Ort mit knapp weniger als 750 Einwohnern doch viel ist. Ansonsten gibt es hier eine Polizeistation, einen kleinen Supermarkt und mehrere Restaurants.

Witzig: hier gibt es super Empfang von 4G auf dem Handy. Da gibt es viele Gegenden in Deutschland, wo der Empfang schlechter ist.

Da wir dann Hunger hatte, sind wir in ein Restaurant eingekehrt. Wir haben uns für das Restarante Girasol entschieden, da es zum einen nicht so aggressiv Werbung bei den Touris gemacht hat, wie der kleine Imbiss auf der anderen „Straßenseite“, sondern, weil es gemütlich aussah und hier auch mehrere Einheimische gegessen haben. Nach einem Blick auf die Karte war klar, dass wir hier frisch gegrillten Fisch essen wollten und dass hat sich auf jeden Fall gelohnt. Kanarische Kartoffeln mit Mojo Rosso und Mojo Verde, dazu der frische Fisch, der Lecker gegrillt und nicht zu trocken war – ein Gedicht…

Gut gestärkt machten wir noch einen Spaziergang durch den Ort, der nicht nur wunderschön ist, sondern auch noch selbst einen schönen Strand direkt im Ort neben dem Hafen hat.

Der einzige weitere Ort auf der Insel ist Pedro Barba. Allerdings ist dieser nicht ständig bewohnt und besteht mehr oder weniger nur aus Ferienhäusern von Bewohnern anderer kanarischer Inseln bzw. vom spanischen Festland.

Auf der Insel gibt es noch mehrere schöne Strände, darunter auch den Playa De Las Conchas, Playa Del Ámbar oder Playa La Francesa.

Uns hat es hier sehr gefallen und wir werden auf jeden Fall wieder kommen. Wer ein paar sehr ruhige Tage haben will, der ist hier wahrscheinlich sehr gut aufgehoben.

Die ersten Berge von La Graciosa sind sichtbar

Bild 1 von 12

Die ersten Berge von La Graciosa sind sichtbar

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