Das Weiße Haus mit dem ProtestcampDAs Weiße Haus mit dem Protestcamp

Washington in a Nutshell

Wie schon im vorherigen Beitrag angekündigt, widme ich mich jetzt Beiträgen von diversen Reisen, sei es dienstlicher Art oder auch privat. Als Disclaimer möchte ich voranstellen, dass auch bei Dienstreisen Freizeit dabei ist, nämlich nach Meetings oder auch mal ein Wochenende, wenn die Reise mal wieder länger dauert. Die Dienstreisen dienen eben nicht dazu, sich privat zu vergnügen, sondern wirklich geschäftlichen Zwecken. Wobei es sehr schön ist, wenn man mal mehr von einer Stadt sieht als den Flughafen, das Hotel und den Tagungsort.

In Washington, D.C. war ich dienstlich nun schon sechs Mal. Darunter fallen wirklich Hardcore-Trips, bei denen man Dienstags hinfliegt, Mittwoch vormittags ein Meeting hat und am späten Nachmittag geht es wieder zurück. Kann ich nicht empfehlen, da das wirklich anstrengend ist. Schöner sind da längere Reisen, wo man vielleicht mal ein Wochenende frei hat.

 

Der Beitrag heute stammt von einem Spaziergang, den ich letztes Jahr am Tag meiner Abreise aus Washington gemacht habe. Da zwischen dem Auschecken aus dem Hotel und dem Abflug noch mehr als 6 Stunde lagen, musste ich mich noch etwas beschäftigen. Also machte ich mich in Richtung Weißes Haus los und dort, bzw. am Lafayette Square  beginnt auch der kurze Spaziergang, der je nach Tempo in weniger als anderthalb Stunden zu bewältigen ist.

Vom Lafayette Square kann man das Weiße Haus, den Sitz des amerikanischen Präsidenten schon sehen. Bei meinen vorherigen Besuchen in der Stadt konnte man bis an den Zaun rangehen. Dies ist im Oktober 2019 nicht möglich, da der jetzige Präsident den Zaun ersetzen lässt. War er vorher etwa 2 m hoch (genauer gesagt 6 ft 6 inch), so wird der neue Zaun mit 13 ft doppelt so hoch sein und somit mehr mehr Distanz zwischen den Präsidenten und sein Volk bringen. Unbehelligt davon ist das Protestzelt, welches hier seit 1981 steht, immer noch da, auch wenn die ursprüngliche Protestierende 2016 verstorben ist.

Anschließen geht es nach rechts am Dwight D. Eisenhower Executive Office Building und nach links auf die 17th Street. Auf der rechten Straßenseite gibt es mehrere Gebäude wie z.B. das American Red Cross National Headquarters und die Organization of American States. Nach dem Überqueren der Constitution Avenue beginnt die parkähnliche National Mall. Wir gehen nach rechts und erreichen zuerst das World War 2 Memorial. Auf den beiden gegenüberliegenden Seiten wird den 2 Fronten gedenkt, an denen die Amerikaner gekämpft hatten, zum einen den Krieg in Europa und zum anderen den Krieg im Pazifik. Weiter geht es am Reflecting Pool entlang in Richtung des Lincoln Memorials. Hier wird es normalerweise eben etwas voller, da es nur so von Besuchern wimmelt. Ein vernünftiges Foto von Lincoln ohne andere Menschen zu bekommen ist schlicht unmöglich, es sei denn, man ist sehr früh hier. Auf der linken Seite des Memorials ist seine Antrittsrede zu seiner ersten Amtszeit zu sehen, auf der rechten die seiner zweiten Amtszeit. Tritt man aus dem Lincoln Memorial heraus, so hat man den Blick, den Martin Luther King Jr. bei seiner berühmten „I have a dream“ Rede hatte, an die auch eine Steinplatte im Boden erinnert. Oder man erinnert sich eben an die Szene aus Forrest Gump…

Von hier geht es wieder zurück entlang des Reflecting Pools in Richtung Washington Monument. Links und rechts der National Mall sind etliche Smithsonian Museen, die man alle kostenlos besuchen kann. Ich werde später mal einen Bericht vom National Air and Space Museum hier einstellen. Beeindruckend von der Architektur finde ich das relativ neue National Museum of African American History. Als ich 2013 hier das erste Mal war, klaffte dort nur eine riesige Baugrube.

Man kann in das Washington Monument auch rein und nach oben. Aufgrund von Zeitmangel spare ich mir das und begebe mich auf den Rückweg, der diesmal aber auf der anderen Seite des Weißen Hauses entlang führt. Dabei finde ich etwas kurioses, nämlich den National Christmas Tree. Wobei der eher so aussieht, als hätte jemand die Spitze für zu Hause schon mal abgesägt. Wieder vor dem Weißen Haus angekommen begebe ich mich zum Hotel und in Richtung Flughafen.

 

Eigentlich hatte ich ja vor, im Mai mit meiner Frau auch hier zu sein und ein paar mehr Museen anschauen. Leider macht uns Corona da aber einen gewaltigen Strich durch die Rechnung. Deshalb muss der nächste Besuch warten.

Hier wie immer ein paar Impressionen:

General Jackson

Bild 1 von 18

General Jackson

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.